Gesetzliche Voraussetzungen

Nach den in Deutschland geltenden Gesetzen ist der Schwangerschaftsabbruch zwar grundsätzlich rechtswidrig, er bleibt jedoch unter bestimmten Bedingungen straffrei.

  • Vor einem Abbruch muss sich die schwangere Frau persönlich in einer staatlich anerkannten Konfliktberatungsstelle beraten lassen.
  • In dieser Pflichtberatung erhalten Sie eine Beratungsbescheinigung.
  • Zwischen der Beratung und dem Schwangerschaftsabbruch müssen mindestens drei Tage Bedenkzeit liegen.
  • Der Eingriff muss von einer Ärztin oder einem Arzt vorgenommen werden.
  • Seit der Empfängnis dürfen nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sein.

Der Schwangerschaftsabbruch ist nicht rechtswidrig, wenn bestimmte Indikationen vorliegen und ärztlich festgestellt sind.

  • Die medizinische Indikation gestattet den Schwangerschaftsabbruch, um die Gefahr für das Leben oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren abzuwenden, wenn die Gefahr nicht auf eine andere zumutbare Weise abgewendet werden kann. Bei der medizinischen Indikation ist der Abbruch auch nach der zwölften Woche nach der Empfängnis möglich.
  • Die kriminologische Indikation erlaubt den Schwangerschaftsabbruch, wenn die Schwangerschaft nach ärztlicher Erkenntnis durch ein Sexualdelikt an der Frau entstanden ist (Vergewaltigung, sexueller Missbrauchs, etwa wenn das Mädchen bei Beginn der Schwangerschaft noch keine 14 Jahre alt war). Seit der Empfängnis dürfen nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sein.
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