Ich bin schwanger ... und arbeitslos

 Um einen Anspruch auf ALG I zu haben, müssen Sie in jedem Fall eine Anwartschaftszeit erfüllen – in der Regel bedeutet dies, dass Sie mindestens 12 Monate versicherungspflichtig beschäftigt waren in einem Zeitraum von 2 Jahren vor Antragstellung. Achtung: Geringfügige Beschäftigungen gelten nicht als Anwartschaftszeit. Weitere Voraussetzung zum Erhalt ist, dass Sie dem Arbeitsmarkt für mindestens 15 Wochenstunden zur Verfügung stehen. ALG I wird unabhängig vom Einkommen des Lebensgefährten bzw. Ehemannes gezahlt.

Achtung: Schwangere, bei denen der Arzt ein ärztliches Beschäftigungsverbot ausgesprochen hat, können kein ALG I erhalten.

Auch in der Schwangerschaft hat man also u.U. einen ALG I-Anspruch. Ebenso erhalten Sie dann in den Mutterschutzfristen, also 6 Wochen vor und 8 Wochen nach Geburt, Mutterschaftsgeld in der Höhe des ALG I-Anspruches.

Sind die Voraussetzungen für ALG I nicht erfüllt, dann kann ALG II beantragt werden. Hier wird aber Ihr individueller Bedarf geprüft, d.h. auch das Einkommen vom Partner (bei gemeinsamer Wohnung) und Ehemann wird eingerechnet.

Wir unterstützen Sie, Ihre individuellen Ansprüche zu klären, über unsere Beratungsstellen direkt im Gespräch oder über die Onlineberatung.

März 2011